Spoken Moments Poetry / Ludwigsburger Schlossfestspiele

Ein Konzert-Experiment zum gemeinsamen Gelingen – mit Hanni Liang, Timo Brunke sowie Autorinnen und Autoren aus Ludwigsburg und weiter weg

Eine Einladung zum Mitmachen: Für ein Poetry-Konzert mit selbstverfassten Texten zu famoser Klaviermusik suchten wir Menschen, die sich gern einbringen möchten – vor, hinter oder auf der Bühne. Leute, die mittendrin sein wollen, wenn es passiert: das Glück gemeinsamen Gelingens.

Hanni Liang und ich wollen wissen: was beschäftigt die Menschen in gesellschaftlicher Hinsicht? Wo alle möglichst so agieren, dass niemand benachteiligt wird – wo gibt es da so etwas wie Poesie? Wer erlebt wo was für Wach-, Wut- oder Glücksmomente im öffentlichen Raum? Welche Augenblicke könnten das sein, in denen wir nachdenklich oder einfach auch froh darüber sind, ein Teil dieser Gesellschaft zu sein?

Darüber wollten wir uns gerne in inspirierter Runde austauschen. Wir wollten gemeinsam Kunst schaffen, arrangieren und schließlich auf die Bühne der Schlossfestspiele bringen.

Dafür suchten wir Menschen ab 13 Jahren jeden Alters, die Lust haben, sich gemeinsam auszutauschen, Licht & Bühne einzurichten, sich schreibend, sprechend, moderierend zu beteiligen oder sich bloggend, postend für das gemeinsame Konzert einzubringen. Mittlerweile hat der Workhop online stattgefunden. Die Autorinnen und Autoren des Workshops produzieren derzeit Poetry Clips aus den entstandenen Texten. Am 13. Juni findet online die Videopremiere statt. Hanni Liang und ich sind in der Alten Reithalle Ludwigsburg vor Ort. Die Beiträge der Autorinnen und Autoren werden als Filme im Film in den Bühnenraum eingeschmiegt. Bei alledem wurden und werden wir durch das Team der Ludwigsburger Schlossfestspiele auf das Tatkräftigste unterstützt.

Programm:

Franz Schubert, Impromptu op. 142

 Sergej Prokofiev, Visions fugitives op. 22

Texte von: Jana Esser, Alina Holst, Sarah von Hören, Widmar Puhl, Elisa Wulf, Greta Gossner, Hannah Visé, David Heurich, Timon Kriso, Arno Kälberer, Lea Wahl, Kaitlyn Schiraldi, und Christoph Bertenrath

Am Flügel: Hanni Liang: https://hanni-liang.com/de/

Technik: Lea Sikau, Niklas Kriso und das Team der Ludwigsburger Schlossfestspiele. Koordination: Nadja Rühle https://www.schlossfestspiele.de/ftsrso62wv

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Hombre! – Timo Brunke & Stuttgarter Kammerorchester

PoetryKonzert über die Last und Lust, ein Mensch zu sein

Dieses Programm durchzieht ein musikalischer Humor – vor dem Hintergrund existentieller Tiefe. Das SKO beauftragte mich damit, für ein Konzert mit H.I. Bibers Battalia à 10, für Telemanns Suite von Don Quichotte und für Aulis Sallinnens „Nocturnal Dances“ dichterische Worte zu finden. Wer ist Hombre? „Hombre“, das ist „Jedermann“ und „Jedefrau“, ausgespannt zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Pflicht und Kür, Not und Freude. Ein wendiger Reigen konzertanter Szenen aus dem prallen Menschenleben. Für Trost, Besinnung und ein Vergnügen ohne Reue.

Musik:
Heinrich Ignaz Biber – Battalia à 10

Georg Philipp Telemann – Burlesque Suite de Quichotte
Aulis Sallinen – The nocturnal dances of Don Juan Quichotte

Termine:

1. Oktober 2021 – Bürgerhaus Backnang

2. Oktober 2021 Lindenhalle Ehingen a.d. Donau

ZACKEBUH

SchauerBalladen von und mit Sebastian Krämer und Timo Brunke

Schauer ist rar geworden auf deutschen Bühnen. Comedians und Kabarettisten bemühen sich ausschließlich um Affizierung des Zwerchfells, allenfalls mag es ihnen noch um den Hals zu tun sein, in dem einem das Lachen stecken bleibt bei allzu bitteren Späßen. Doch kaum einer bringt das Herz zum Rasen oder beherrscht noch die Kunst, daß es uns kalt den Rücken hinunter läuft …

Brunke und Krämer, Liederdichter und Sprachkomponisten ganz eigenen Ranges, sind angesichts einer allzu gleichförmigen Kleinkunstlandschaft schnell auf einander aufmerksam geworden. Dass sie die Kräfte ihrer Sprachmagie an einem Abend bündeln, geschieht zu seltenen, aber denkwürdigen Gelegenheiten.

Was diesen Herrn nicht alles an Bildmacht, Detailfülle, Reim, Metrum, Diktion, musikalischem Ausdruck und Stimmgewalt zu Gebote steht, um in aller Genüßlichkeit und nur vor dem geistigen Auge des Zuschauers Szenarien zu entfalten, die schon vergessene Kammern der Seele aufschließen. Dazu bedarf es moderner Schauerballaden aus eigener Hexenküche, die nicht mehr von Fürsten, goldenen Bechern und Seehavarien berichten, sondern einem Grauen, das in iPods, Mietsgaragen, Kleiderschränken, Fahrgeschäften und Grundschulklassenzimmern auf uns wartet.

Anschnallen und Bügel schließen, das wird ein rasanter Ritt!

Nächster Termin: 30. April 2021, Asperg, Glasperlenspiel

https://www.glasperlenspiel.de/programm

Weitere Informationen zum furiosen Chansonvirtuosen Sebastian Krämer finden Sie unter:
https://sebastiankraemer.de