W.A.Mozart/Jonathan Hanke – Re:Requiem

Erste Aufführungen am 17. Oktober 2021

Geistliches PoetryKonzert
Musik: W.A.Mozart, Requiem KV 626 u.a.
Rondo Vocale, ensemble ohrenblicke, Solisten der Hochschule f. Musik u. Darst. Kunst Stuttgart
Idee und Leitung: Gereon Müller
Komposition: Jonathan Hanke
Poetry, Textregie, Sprecher: Timo Brunke
Backnang, Christuskönigskirche

https://www.rondo-vocale.de

Gereon Müller: „Keine Antworten geben sondern eine Haltung finden, in der es gelingt, Fragen zu stellen.“ ein Statement zu „re:requiem“ –

In Zeiten, in denen vermeintliche Selbstverständlichkeiten zeitweilig abhanden kommen, macht es besonders Sinn, darüber nachzudenken, welche Dinge – für mich ganz individuell, aber auch für uns als Gesellschaft – wirklich wichtig, unumstößlich, ja geradezu „heilig“ sind.
Dieses Projekt will in verschiedener Hinsicht diese Frage für das spirituelle, für das musikalische und kulturelle, aber auch für das gesellschaftliche Zusammenleben stellen.

Die Frage, wo wir spirituell, musikalisch, kulturell herkommen, spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Frage, wie wir in Zukunft unsere Spiritualität, unsere Kunst und unser Zusammenleben gestalten wollen.
Auf inhaltlicher Ebene sollen den liturgischen Texten in Mozarts Requiem zeitgemäße und heutige Alternativen hinzugefügt werden, sodass die historische Distanz überwunden und die Aktualität spürbar wird.

Der Text

Über die traditionelle Textfassung des Mozart Requiems hinaus soll dieser Abend die Möglichkeit geben, eigene Empfindungen und Gedanken zu Tod, Trauer, Ewigkeit interreligiös einzubringen und damit neue Impulse für das Totengedenken und für ein heutiges Sprechen über die Letzten Dinge zu setzen.

Brunke zieht in das re:requiem ein zweites Strukturmodell ein, es heißt Requiem-Rhapsodie. Der Konzertpoet fungiert als „Evangelist“ und Anstifter zum individuellen oder kollektiven situativen Mitsprechen aller Anwesenden. Er schreibt dem Chor im Vorfeld geistliche Verse in die Chormappe, und er improvisiert genauso wie er zuvor verfasste Poetry performt.

Die individuellen Antworten auf diese Fragen werden in der Aufführung Teil des Textes, indem sie von Timo Brunke improvisierend, sprechend, interagierend aufgenommen werden.

Für diejenigen, die sich stärker auf diesen Konzertabend vorbereiten möchten, verschickt die Pressestelle des Rondo Vocale auf Wunsch ein speziell für das Re:Requiem entwickeltes „Patience-Karten-Set“. Dieses Kartenset enthält keine üblichen Spielkarten, sondern unterschiedlichste gesammelte Gedanken, Aussagen zu den Letzten Dingen. Quer durch Glaubensrichtungen und Denktraditionen verläuft die Auswahl. Auf leeren Spielkarten können Besucherinnen und Besucher im Vorfeld eigene Gedanken verschriftlichen und dem meditativen Kartenspiel beimengen. Eine Spielanleitung verhilft dazu, sich den Gedanken um Leben, Tod und Lebenskunst immer überraschend neu zu nähern. Solchermaßen „eingedacht“ können dann im Rahmen des Konzerts neue Qualitäten für spontane Interaktion zwischen Zuhörerschaft und ausführenden Künstlerinnen und Künstlern möglich werden.

Die Musik

Die an diesem Abend zu hörende Fassung von Mozarts Requiem wird neben den Originalpartien, soweit sie aus W.A. Mozarts Hand stammen, auch die Leerstellen zu füllen verstehen, die dadurch entstehen, dass Mozart sein Werk nicht vollenden konnte.

Dies geschieht in vielfältiger Weise:

  • durch neu entstehende Kompositionen junger Stuttgarter MusikstudentInnen, die auf der Grundlage der Texte von Timo Brunke entstehen werden
  • durch ergänzende Werke aus dem musikalischen oder spirituellen Umfeld des Requiems (Missa de profunctis; Mozart, Klarinettenkonzert, Händel, Amen; Bill Evans, Peace Piece…)
  • durch Improvisationen des ensembles ohrenblicke und der Gesangssolisten

Auf diesem Weg, Vorhandenes neu zusammenzusetzen und dabei Übergänge zu erfinden, die ganz aus dem Augenblick und nur für den Moment entstehen, ergeben sich ungeahnte Räume für die Musikerinnen und Musiker und ihr Publikum. Solche spontane Handlungsfreiheit setzt voraus, dass sich die Musizierenden über mehrere Wochen, von September bis November 2020, gemeinschaftlichen mit dem vielfältigen Notentext auseinandersetzen.

Die musikalische Einzigartigkeit von re:requiem besteht darin, dass sich die MusikerInnen in dieser Zeit immer wieder treffen und sich der Musik Mozarts improvisierend nähern und wieder entfernen werden. Dabei wird vor allem die besondere Zusammensetzung des Ensembles – außergewöhnliche junge Talente aus Klassik, Jazz, Weltmusik, Improvisation – zu spannenden und neuartigen kreativen Erlebnissen führen.

Nur in einem so intensiven Prozess kann es gelingen, dass sowohl die improvisierende Freiheit, als auch die notwendige Anbindung an das mozart‘sche Original einen angemessenen Raum erhalten.

Referenzen / Bühnen

Asperg, Glasperlenspiel / Basel, Art Basel / Berlin, Volksbühne, Literaturwerkstatt, Neue Nationalgalerie, Brandenburgische Wissenschaftsakademie, Paul Löbe Haus, Zebrano-Theater / Bern, La Cappella, Cafe Kairo / Bremen, Naturkundemuseum / Darmstadt, Centralstation / Dresden, Moritzbastei / Esslingen am Neckar, Stadtbibliothek, Landesbühne, Essen, Stadtbibliothek Frankfurt, Schauspielhaus / Freiburg im Breisgau, Vorderhaus Göttingen, Literaturhaus / Hallein, Kultursommer / Hamburg, Elbphilharmonie, Literaturhaus, Tonali-Saal, Kulturkirche Altona, Polittbüro / Heidelberg, Neue Aula, / Heilbronn, K3, Theater Sontheim / Jena, Schillerhaus / KandernRiedlingen, Theater im Hof / Karlsruhe, Bücherschau, Orgelfabrik / Kassel, Kunsttempel / Köln, lit.cologne, Philharmonie (coronabedingt abgesagt), Kulturhaus Stollwerck / Kirchheim unter Teck, Club Bastion / Leipzig, Buchmesse, Stadtbibliothek / Ljubljana, Goethe-Institut / London, Goethe-Institut / Lörrach, Literaturfestival / Lüneburg, Literaturbüro / Ludwigsburg, Schlossfestspiele, Pädagog. Hochschule / Luzern, KKL (coronabedingt abgesagt), Loge, Theater La Fourmi / Mainz, Unterhaus / Mannheim, Alte Feuerwache / Marbach am Neckar, LiMo, Schiller-Nationalmuseum, München, Literaturhaus, Opernfestspiele, Paris, Centre Pompidou / Peking, Buchmesse / Potsdam, Nikolaisaal (2021) / Reutlingen, Stadtbibliothek / Rio de Janeiro, Universität, Goethe-Institut / Rom, Termini open air / Rottenburg, Stadtbibliothek / Rottweil, Zimmertheater Salzburg, Literaturhaus / São Paulo, Goethe-Institut / Solothurn, Literaturtage / Speyer, Speyer lit. / St. Gallen, Wortlaut Literaturfestival / Stuttgart, Theaterhaus, Literaturhaus, Neue Staatsgalerie, Liederhalle, Stuttgarter Stimmtage / Thun, Cafe Mocca / Tübingen, Hölderlinturm, Zimmertheater, Stadtbibliothek, Landestheater, Universität / Ulm, Schauspielhaus, Roxy / Wien, Buchmesse / Zagreb Poesie Festival / Zürich, Schauspielhaus, Miller’s Studio, Cabaret Voltaire, Rote Fabrik / Zug, Abraxas-Festival.

Engagement

Schultourneen für den Friedrich-Bödecker-Kreis Baden-Württemberg seit 2001 / Bibliothekstourneen für die Büchereizentrale Schleswig-Holstein / Tourneen für „lesezeichen e.V.„, Jena / Sprecher der AG Spoken Word im Netzwerk Lyrik e.V., gemeinsam mit Josefine Berkholz / Fortbildungsprogramm Wort und Spiel, Rhapsodisches Schreiben für Lehrkräfte im Fach Deutsch am Literaturpädagogischen Zentrum des Literaturhauses Stuttgart seit 2013, zusammen mit Ulrike Wörner, José F.A. Oliver, Thomas Richardt, Yves Noir, Tilman Rau, Prof. Ulf Abraham, Daniela Matz, geleitet von Erwin Krottenthaler.

Lebenslauf

Wortkünstler – Sprachspielmacher, Slampoet, Autor, Dozent, Konzertpoet

geboren in Stuttgart, aufgewachsen in Kirchheim unter Teck, Theologiestudium in Tübingen, Schauspielausbildung bei Frieder Nögge, seit 1994 verheiratet mit der Journalistin Angelika Brunke, zwei Söhne.

1993 Debut und Erstes Bühnenprogramm

1998 Erstes Sprachvermittlungsprogramm „Texte hexen“

1999 Gründung des Stuttgarter Poetry Slams (MC und SlamMaster bis 2009)

seit 2001 Dozent am Literaturhaus Stuttgart für Rhapsodisches Schreiben, Wort und Spiel

2004 Ausrichter der Dt.sprachigen Slam-Meisterschaften und der ersten bundesweiten U20-Poetry Slam Meisterschaften

2006-08 Partner von Bas Böttcher in der Textbox. Spoken Word-Tour: Frankfurt, Paris, Madrid, Peking, Bangkok, Abu Dhabi, Berlin, München

2006 Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik u. Darstellende Kunst Stuttgart, Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik / Bühnenprogramm „Vom Verstand in den Mund“

2006-2012 Leiter des Vermittlungsprojekts „Wort und Spiele“ an der Friedensschule Stuttgart-West, ausgezeichnet von der Robert Bosch-Stiftung

2007 „kommunikazumutung – verzweit“, Komposition für 2 Sprecherinnen

2009 Buch und Tournee: „Warum heißt das so?“ Klett Kinderbuch / „Kehle – Seele – D’u“, Programm und Auftritt mit Jaap Blonk

2010/11 Verskolumnist der Stuttgarter Zeitung

2012/13 Leitungsfunktion an der Akademie für gesprochenes Wort, Stuttgart

seit 2013 Dozent für Wort und Spiel im Unterricht am Literaturpädagogischen Zentrum des Literaturhauses Stuttgart

2014 Buch und Tournee: „Zehn Minuten Dings“ Klett Kinderbuch

2015 Publikation „Wort und Spiel im Unterricht“ Verlag Klett-Kallmeyer, Publikation „Orpheus downtown“ in der edition spoken scripts, Verlag Der gesunde Menschenversand, Luzern

2016 „Momentmonumente“ – Transskription der Kinderszenen op. 15 von Robert Schumann für Tonali, Hamburg / Bühnenprogramm „Weiter, schneller…Huch!“

2018 „BachPoetry“ – Transskription ausgewählter Sätze der Bach’schen Cello-Suiten, Uraufführung in Hamburg

2019 „Hombre!“ PoetryKonzert, Produktion mit dem Stuttgarter Kammerorchester

2020 Buch „Für Mund und Ohr“ – Vom rhapsodischen Sprechen, Verlag Klett-Kallmeyer / Poetry-Beiträge für SWR 2 Treffpunkt Klassik

2021 Beenigma, Uraufführung: Gemeinschaftswerk mit Werken von Peter Ruzicka, Manfred Trojahn, Eivind Buene, Judit Varga, José Sanchez-Verdú für Tonali HH

Sprechaufnahmen für die neue Dauerausstellung im Hölderlinturm Tübingen

Spoken Moments Poetry, Partizipationsprojekt mit Hanni Liang für die Ludwigsburger Schlossfestspiele

Konzertpoesie on air – Timo Brunke auf SWR 2 Treffpunkt Klassik

Nonplusultra trotz Tohuwabohu – eine Fünferreihe zum Optimismus

auf Musik von Ravel, Rachmaninoff, Schostakowitsch, Satie und Nino Rota

Das Glas: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/wortkuenstler-timo-brunke-und-der-optimismus-folge-1-100.html auf M. Ravel, Klavierkonzert G-Dur, 2. Satz (Anfang).

„Der Siebenmeilen-Meilensteinstiefel“ (Fortschrittsfarce): https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/optimismus-poetry-mit-timo-brunke-folge-4-100.html auf Rachmaninoff, Prélude in g-moll, Op. 23, Nr. 5

„H2Ochen“: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/optimismus-poetry-mit-timo-brunke-folge-5-100.html auf Nino Rota, Klavierkonzert in C, 1. Satz (Ausschnitt)

Verkehrende Welt – Reihe zum Thema Mobilität

auf Musik von Scarlatti, von Suppé, Boccherini und Couperin.

Muskelkraftrad: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/muskelkraftrad-1-100.html auf D. Scarlatti, Sonate in G-Dur Presto

Kritische Massen Teil 1 (Audio-Stummfilm): https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/audio-stummfilm-kritische-massen-teil-1-100.html auf F.v.Suppé, Leichte Kavallerie, Ouvertüre

Kritische Massen Teil 2 (Audio-Stummfilm): https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/timo-brunke-verkehrende-welt-kritische-massen-teil-2-100.html auf F.v.Suppé, Leichte Kavallerie, Ouvertüre

Verkehrende Welt/ mobil.sein: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/timo-brunkes-verkehrende-welt-von-fahrraedern-und-anderen-vehikeln-teil-5-100.html auf F. Couperin, Les Barricades mystérieuses.

Nur’n kurzes Intermezzo – Zehn Zwischenfälle auf Musik

von Boccherini, Brahms, Mascagni, Haydn, Paganini, Rachmaninoff, Massenet und Milhaud.

Die Lücke: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/wortkuenstler-timo-brunke-die-luecke-folge-1-100.html auf F. Mendelssohn-Bartholdy, Streichquartett Nr.2 A-Dur, op.13 / Intermezzo

Hurra! und: Zu spät! https://www.ardaudiothek.de/treffpunkt-klassik/wortkuenstler-timo-brunke-intermezzo-zu-boccherini-folge-4/82409640 auf L. Boccherini, Gitarrenquintett D-Dur, G 448 1. Satz allegro maestoso

„Hoch im Tal schwimmt ein Wal“: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/wortkuenstler-timo-brunke-intermezzo-zu-paganini-folge-8-100.html auf Paganini, Caprice Nr. 8

„Sehnsucht“: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/wortkuenstler-timo-brunke-intermezzo-zu-massenet-folge-5-100.html auf J. Massenet, Méditation aus „Thaïs“

„Wetterchen“: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/wortkuenstler-timo-brunke-intermezzo-zu-rachmaninow-folge-6-100.html auf Rachmaninoff, Klavierkonzert Nr. 2 op.18 1. Satz (Anfang)

„Immerzu, denk ich mir“: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/wortkuenstler-timo-brunke-intermezzo-von-johannes-brahms-folge-3-100.html auf J. Bahms, Intermezzo in e-Moll op. 119 Nr. 2 

Tja.“ – Poetry auf Elf Neue Bagatellen op. 119 von L. v. Beethoven:

Folge 1: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/bagatellen-poetry-von-und-mit-timo-brunke-folge-1-100.html

Folge 2: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/bagatellen-poetry-von-und-mit-timo-brunke-folge-2-100.html

Folge 3: https://www.ardaudiothek.de/treffpunkt-klassik/bagatellen-poetry-von-und-mit-timo-brunke-folge-3/78342032

Folge 4: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/bagatellen-poetry-von-und-mit-timo-brunke-folge-4-100.html

Folge 5: https://www.ardaudiothek.de/treffpunkt-klassik/bagatellen-poetry-von-und-mit-timo-brunke-folge-5/78342064

Im Gespräch mit Katharina Eickhoff: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/wortkuenstler-timo-brunke-bagatellen-poetry-mit-beethoven-100.html

Timo Brunke zu Gast bei SWR 2 Treffpunkt Klassik extra

Im Gespräch mit Dagmar Munck: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/gast-im-studio-timo-brunke-wortkuenstler-dichter-konzertpoet-und-autor-swr2-treffpunkt-klassik-extra-2021-02-13-100.html

Peter und der Wolf – Timo und Theodor Brunke und die Stuttgarter Philharmoniker

Leitung: Dan Ettinger

Peter und der Wolf

Im Jahr 1936, gerade nach langer Zeit im Exil in die Sowjetunion
zurückgekehrt, erhielt Sergej Prokofjew von der Leiterin des Moskauer
Zentralen Kindertheaters den Auftrag, ein Stück zu komponieren, das

Kinder mit den Instrumenten des Sinfonieorchesters vertraut machen sollte.

So entstand „Peter und der Wolf“, das klassische und für viele unerreichte
Vorbild aller Kinderkonzertkompositionen mit Orchester.

Mein Sohn Theodor und ich erzählen dem Publikum – und uns selbst die
Geschichte vom mutigen Peter, der gemeinsam mit seinen

Freunden den gefährlichen Wolf besiegt – nah am Original und mit Pfiff!

Termine: 25., 26., 27. und 28. November 2021, Stuttgart, Gustav Siegle-Haus

Partnerinnen und Partner auf der Bühne

Ich schätze mich glücklich über die künstlerische Begegnung mit:

Nina Behrends, Adam Boeker, Bas Böttcher, Alexej Boris, Joel Blido, Jaap Blonk, Elisabeth Borchers, Toba Borke, Aurelius Braun, Elisabeth Brauß, Bryan Cheng, Amanda Chominski, Nina Cromm, Ulrike Draesner, Ralph Dudli, John v. Düffel, Dan Ettinger, Anna O. A. Farias, Matthias Foremny, Sebastian Fritsch, Sol Gabetta, Robert Gernhardt, Daniel Golod, Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Thomas Gottschalk, Elias Grandy, Nina Gurol, Jürg Halter, Jonathan Hanke, Annabel Hauk, Eckart v. Hirschhausen, Till Hoffmann, Wolf Hogekamp, Franziska Holzheimer, Michal Hvorecky, Tae-Min Hyun, Garrett Keast, Boris Kischkat, Anastasia Kobekina, Uta Köbernick, Jaromir Konecny, Johannes Klumpp, Sebastian Krämer, Andreas Krennerich, Shinyoung Lee, Michael Lentz, Hanni Liang, Manuel Lipstein, Volker Lösch, Taylor Mali, Dalibor Markovich, Marina Martins, Oliwia Meiser, Heide Mende-Kurz, Gereon Müller,, Herta Müller, Frieder Nögge, José F.A. Oliver, Albert Ostermaier, Oskar Pastior, Peter Perfido, Christine Prayon, Vasily Petrenko, Thomas Richardt, Scott Roller, Ead Anner Rückschloß, Svenja Schmidt-Rüdt, Lars Ruppel, Harald Schmidt, Helge Schneider, Walter Sittler, Ivan Skanavi, Marc Smith, Viktor Soos, Christof Stählin, Andreas Thiel, Helge Thun, Olivia Trummer, Jelizaweta Vasiljeva, Gabriel Vetter, Alexander Vorontsov, Bodo Wartke, Sarah Wegener, Kahchun Wong, Ken Yamamoto, Jun-Ho Gabriel Yeo, Udo Zepezauer.

Das Repertoire

H.I. Biber „Hombre – Menschenskind 1“
– zu Battalia à 10 für Streicher und B.c.

Georges Bizet O rebellischer Spatz der Liebe
– Transskription der Habanera aus Carmen

Edvard Grieg „Solveig Gynt“
– Rhapsodie zu Peer Gynt-Suiten 1 op.46 / 2 op. 55

Joseph Haydn „Nächstes Mal wird alles gut!“
– zu Cellokonzert op.101 Hob.VIIb2, 3. Satz Rondo

E.Humperdinck „Hänsel-und-Gretel-Rhapsodie“
– zu Hänsel und Gretel, Auszüge aus der Oper

Pietro Mascagni „Unsre Zeit ist jetzt!“
– zu Cavalleria rusticana, Intermezzo

Jules Massenet „Ich vermiss‘ dich, Sehnsucht“
– zu Méditation“ aus „Thaïs

W.A. Mozart „Vogel Starl“
– Bearb. Klav.konzert G-Dur, KV 453, 3. Satz

Sergej Prokofjew „Verona Report“
– zu Romeo und Julia-Suiten op. 64

Jean-Ph. Rameau „An den Stress“
– zu Zaïs, Ouvertüre

Aulis Sallinen „Hombre – Menschenskind 3“
– zu Nocturnal Dances of Don Juanquixotte
Chamber Music III

Max v. Schillings „Hexenlied“
– original und/oder in bearbeiteter Fassung

Richard Strauss „Rosenkavalieriade“
– zu Kurzfassung für Salonorchester
geplant für 31.12.2021 in Heidelberg

Franz v. Suppé „Der Wutmotor“
– Ouvertüre zu Leichte Kavallerie

G.Ph. Telemann „Hombre – Menschenskind 2“
– zu Burlesque Suite de Quixotte TWV55 : G10

Giuseppe Verdi Macbethiade
– zu Macbeth, Ouvertüre

Richard Wagner „Die Kitesurferin“
– zu Tristan und Isolde, Vorspiel und Liebestod

„Dass ich erkenne!“ – Rezitation
– zu Faust-Ouvertüre d-moll WWV59

Kurt Weill „Riesenstandort“
– zu Sinfonie Nr. 1 (Berliner Sinfonie)

Für Ensembles

Georges Bizet „Monsterhummeln“
Arr. Bernard Salles
– zu Carmen-Fantasie für 4 Kontrabässe

L. Boccherini „Die Konfetti-Bande“
– zu Gitarrenquintett Nr. 4 D-Dur, 2.Satz G 448

F.M.-Bartholdy „Nur’n kurzes Intermezzo“
– zu Streichquartett Nr. 2, op.13, 3. Satz

Darius Milhaud „Überraschung!“
– zu Suite für Klarinette, Violine und Klavier op.157b, Satz 1 und 3

W.A. Mozart Don Giovanni-Rhapsodie
– zu Don Giovanni op. 527, Streichquartettfassung

Camille Saint-Saëns „Stellt euch vor…“
– Erzählungen zu „Der Karneval der Tiere“

Für Klavier

L.v.Beethoven „Tja“
– zu Elf Bagatellen op. 119

L. v. Beethoven „Groschissimo“
– zu „Die Wut üb. d. verl. Groschen“ op. 129

Johannes Brahms „Immer zu, immer zu“
– zu Intermezzo Nr. 2 e-moll op.119

Johannes Brahms „Balkon mit Aussicht“
– zu Intermezzo op. 117 Es-Dur

Sergej Rachmaninoff „Der Siebenmeilenmeilensteinstiefel“
– zu Prélude in g-moll, op. 23 Nr. 5

Maurice Ravel „Das Glas“
– zu Klavierkonzert G-Dur 2. Satz

Nino Rota „Das Sämchen“
– zu Klavierkonzert in C 1. Satz               

Erik Satie „Hallo, Hase bin schon da!“
– zu Gymnopédie Nr. 1

Erik Satie „Kniebel Grübel“
– zu Gnossienne no. 3

Dmitri Schostakowitsch „Drei Männer im Heim“
– zu Präludien aus op. 34 Nr. 6, 18, 13 u. 24

Franz Schubert „Der liebe Gott von youtube“
– zu Impromptu Ges-Dur, D899 Nr. 3

Robert Schumann „Momentane Monumente“
–Transskription Kinderszenen op. 15,

Für Violoncello

J.S. Bach BachPoetry
– 12 Transskriptionen von Sätzen aus Cello-Suiten BWV 1007-1012

Für Violine

Niccolò Paganini „Hoch zu Tal“
– Transskription Caprice op.1,9 E-Dur

Hölderlin-Spoken-Word-Band

In der Auseinandersetzung mit Hölderlins Lyrik suchten wir – Andreas Krennerich (Sax), Boris Kischkat (Gitarre), Peter Perfido (Drums) und ich (Wort) eine neue Ausdrucksform. Wir meinen, sie gefunden zu haben, und nennen sie „Spoken-Word-Jazz“. Dieser musikalisch-poetische Gesamtstil trägt die Metren, Rythmen und Lautklänge Hölderlins in einen fein austarierten Dialog hinein mit unserem heutigen Empfinden für Länge und Kürze, Ernst und Erhabenheit, Hochgefühl und Ratlosigkeit. Wir wollen mit unserem sprachmusikalischen Start-up das Daseinsgefühl dieser Zeit mit dem substantiellen Ton eines noch so unverbrauchten Klassikers sättigen.

Die Kernfrage Hölderlins – was ist der Mensch angesichts des übermächtigen Wandels der Geschichte? – drängt uns, Hölderlins Texte so intensiv, so existentiell und so nah wie möglich aufzuführen.

Mit heutigem musikalischem Spürsinn, geschult an klassischer Musik, Jazz und improvisierter Musik interagieren Boris Kischkat/(E-)Gitarre, Andreas Krennerich/Saxophone und Peter Perfido/Schlagzeug und Percussion auf meine slampoetische Vortragsweise. So klar, sinnlich und frisch wie möglich Hölderlin begegnen zu können – dafür steht die Hölderlin-Spoken-Word-Band!

Besetzung:

Timo Brunke, Wort – Andreas Krennerich, Saxophone – Boris Kischkat, E-Gitarre/akustische Gitarre – Peter Perfido, Schlagzeug und Perkussion.

https://hoelderlin-webdoku.mewi-projekte.de/#Hölderlin_-_eine_Webdoku