Timo Brunke & Ensemble Balance

Mitten in der Corona-Pandemie gründete die Dirigentin und Musikvermittlerin Friederike Kienle https://friederike-kienle.com in Stuttgart mit Gleichgesinnten und Wahlverwandten das Ensemble Balance und die Konzertreihe Berger Kirche https://bergerkirche.com/konzerte/spielzeit-2023-24/. Galt es für die quirligen Protagonistinnen und Akteure anfangs, dem abgeriegelten Kulturleben trotzig neue Seiten abzugewinnen, so hat sich die neugotische Kirche in Stuttgart-Berg mittlerweile zu einem feinen Spielort für vitale klassische Musikkultur entwickelt.

Timo Brunke wirkt regelmäßig beim Ensemble Balance mit; als Sprecher, Texter und Spokenwordkünstler. Bitte, informieren Sie sich unter https://www.ensemble-balance.com über die kommenden Konzertereignisse!

JenerMann 

ein Poetry-Konzert über Joseph Süß Oppenheimer, genannt „Jud Süß“

Brunke, Wort, Andreas Krennerich, Saxofon, Boris Kischkat, Gitarre und Daniel Kartmann, Percussion

https://www.geissstrasse.de/veranstaltungen/jenermann/

Er war ein kluger, sinnenfreudiger und streitbarer Manager und Finanzier: Joseph Süß Oppenheimer lebte im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts im deutschen Südwesten. Als der württembergische Herzog ihn als seinen Finanzberater engagiert, gerät Oppenheimer bald zwischen alle Stühle. Eine hausgemachte Staatskrise, an der er unschuldig ist, bricht über ihn herein. Ihm wird der Prozess gemacht. Die Art und Weise, wie das geschah, macht Joseph Süß Oppenheimer unter dem Schmähnamen „Jud Süß“ bis heute zum bekanntesten Opfer des europäischen Antisemitismus‘. Sein Sturz und sein Prozess wurden in zahlreichen Gedichten, Romanen und im Film wieder und wieder erzählt.

Timo Brunke und seine Band gehen einen anderen Weg: In zehn wortmusikalischen Nummern verknüpfen sie ausgewählte Szenen der Oppenheimer-Historie mit grundsätzlichen Antwortversuchen, wie Juden- und Fremdenhass grundsätzlich immer wieder entsteht. Die Ereignisse aus dem Jahr 1738 werfen so ein grelles Licht auf die Gegenwart. Erhobene Zeigefinger gibt es trotzdem keine. Das Quartett setzt ganz auf erzählerische Mittel, irgendwo zwischen Dreigroschenoper, Poetry Slam und dem improvisierten Moment.

Spielt Gedichte! – 2. Mai ’24 im UK14 Kassel

Spoken Word & Komik auf den Hessischen Schultheatertagen

Auf Einladung der Stiftung Brückner-Kühnert setzen Schulklassen in Kassel Sprechgedichte von Gegenwartspoetinnen und lebenden Dichtern mit theatralischen Mitteln auf der Bühne um.

Bereits am 29. Februar besucht Timo Brunke die Grundschule Am Wall sowie das Lichtenberg-Gymnasium in Kassel, um gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen und deren Lehrkräften je ein Brunke-Poem in Szene zu setzen.

Die öffentlichen Aufführungen finden als Matineen am 2. Mai 2024 im feinen UK14 in der Kasseler Innenstadt statt.

Zur Internetseite der Hessischen Schultheatertagen

Lyriklab – mit 5 Tutorials von Timo Brunke

Das Haus für Poesie in Berlin hat die erste Sammelplattform für digitale Angebote in der Poetischen Bildung im deutschsprachigen Raum aufgebaut.

Timo Brunke hat sich als Dozent am Literaturhaus Stuttgart mit eingebracht. Es entstanden fünf Tutorials, mit deren Hilfe Lehrerinnen und Lehrer und alle in der Sprachvermittlung Tätigen mit Kindern einfach anfangen können, Wortwitzbudenzauber mit Nährwert zu zaubern.

Hier geht’s zu den Videos: https://www.lyriklab.org/beitraege/wort-spiel-fur-ganz-am-anfang

Mitteleuropapperlapapp – das Solo zum neuen Buch

Mitteleuropapperlapapp SPOKEN WORD

Mit Hilfe der Rubriken einer braven Tageszeitung inszeniert Timo Brunke die heimische Zivilisation als eine irritierende, flirrende, gestresste, gebeutelte, von Mythen bevölkerte – und überraschend poetische Lebensform. Das Publikum sitzt auf – und auf Versfußsiebenmeilenstiefeln stapft Poet Brunke mit ihm über Land, durchs Dickicht der Städte, zu den Lagerfeuern des Irrsinns, der drolligen Utopien und stolpernden Einsichten.

https://e.pcloud.link/publink/show?code=XZ1m7DZWlfmTfdvoQBfBfKbgzr9R57CRekV

Petruschka: Neuerzählung mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg

Leitung: Elias Grandy

In Zusammenarbeit mit der Konzertdramaturgin Maura Kopschitz entstand eine Neuerzählung von Igor Strawinskys „Petruschka“ für das Jugendkonzert des Philharmonischen Orchesters am 23. März 2023.

Gegenüber der bekannten Originalhandlung betonte diese Erzählfassung die Potentiale Petruschkas, sich aus Abhängigkeit und Rollenmustern zu befreien und seinen Platz in der Welt zu finden, allen Strukturen und Zuständen zum Trotz.

600 junge Menschen hörten diese Version und verbanden sich innerlich mit dem Geschehen. Nach rund einer Stunde verlangte das Publikum noch nach einer Zugabe. Ein weiteres Beispiel für die Möglichkeiten der Konzertpoesie und der rhapsodischen Erzählkunst Timo Brunkes.

Poesie- und Wortwerkstätten

Timo Brunke vemittelt sein poetisches Wissen, Tun und Lassen an Menschen fast jeden Alters, und das seit 1998. Seine Bücher für Lehrer*innen und Lehrer im Fach Deutsch erscheinen bei Klett-Kallmeyer. Am Literaturpädagogischen Zentrum des Stuttgarter Literaturhauses leitet er seit 2013 die zweijährige Fortbildung „Spoken Word / Wort und Spiel“ für Lehrer*innen und Lehrer aller Schularten.

Er steht für Seminare, Workshops, Sprachspielsausen, Schreibwerkstätten und Vorträge, am liebsten live und leibhaftig, zur Verfügung.

Kleine Instant-Poetikdozentur am Literaturmuseum der Moderne in Marbach a.N. 2011

Auf Einladung der Stiftung Brückner-Kühnert setzen Schulklassen in Kassel Sprechgedichte von Nora Gomringer, Karla Reimert, Dalibor Markovich, Bas Böttcher und Timo Brunke mit theatralischen Mitteln auf der Bühne um. Die öffentlichen Aufführungen sind als Matineen für den 8. Mai vorgesehen.

Zur Internetseite der Hessischen Schultheatertagen

17 Ziele – ein Poetrykonzert / Ludwigsburger Schlossfestspiele

Autor*innen und Autoren gesucht für das 17 Ziele-Camp der Schlossfestspiele am 21. Mai 2023 in der Alten Reithalle Ludwigsburg – mit Hanni Liang am Flügel, Timo Brunke am Mikrofon sowie Autorinnen und Autoren aus Ludwigsburg und Umgebung – also auch mit Dir, mit Ihnen?

Eine Einladung zum Mitmachen: Für ein Poetry-Konzert mit selbstverfassten Texten zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der UNO suchten wir Menschen, die sich gern einbringen möchten – vor, hinter oder auf der Bühne. Leute, die mittendrin sein wollen, wenn es passiert: das Glück gemeinsamen Gelingens.

Hanni Liang und Timo Brunke wollten wissen: was beschäftigt die Menschen in gesellschaftlicher Hinsicht? Wo alle möglichst so agieren, dass niemand benachteiligt wird – wo gibt es da so etwas wie Poesie? Wer erlebt wo was für Wach-, Wut- oder Glücksmomente? Wofür lohnt es sich, einzustehen? Wir wollten gemeinsam Kunst schaffen, arrangieren und schließlich auf die Bühne der Alten Reithalle bringen.

Hier ist der Link zur Veranstalterin und zur Anmeldung: https://www.schlossfestspiele.de/ghegktztg0

Programm:

Texte: von Timo Brunke und allen Teilnehmenden am Onlineworkshop im April und am Schreibtag am 20. Mai.

Freie Improvisation am Flügel: Hanni Liang: https://hanni-liang.com/de/

Koordination: Hannah Duffek https://www.schlossfestspiele.de/ftsrso62wv

ZACKEBUH – Walpurgisabend 2024

SchauerBalladen von und mit Sebastian Krämer und Timo Brunke Nächstes Stelldichein: 30. April in Asperg …

Schauer ist rar geworden auf deutschen Bühnen. Comedians und Kabarettisten bemühen sich ausschließlich um Affizierung des Zwerchfells, allenfalls mag es ihnen noch um den Hals zu tun sein, in dem einem das Lachen stecken bleibt bei allzu bitteren Späßen. Doch kaum einer bringt das Herz zum Rasen oder beherrscht noch die Kunst, daß es uns kalt den Rücken hinunter läuft …

Brunke und Krämer, Liederdichter und Sprachkomponisten ganz eigenen Ranges, sind angesichts einer allzu gleichförmigen Kleinkunstlandschaft schnell auf einander aufmerksam geworden. Dass sie die Kräfte ihrer Sprachmagie an einem Abend bündeln, geschieht zu seltenen, aber denkwürdigen Gelegenheiten.

Was diesen Herrn nicht alles an Bildmacht, Detailfülle, Reim, Metrum, Diktion, musikalischem Ausdruck und Stimmgewalt zu Gebote steht, um in aller Genüßlichkeit und nur vor dem geistigen Auge des Zuschauers Szenarien zu entfalten, die schon vergessene Kammern der Seele aufschließen. Dazu bedarf es moderner Schauerballaden aus eigener Hexenküche, die nicht mehr von Fürsten, goldenen Bechern und Seehavarien berichten, sondern einem Grauen, das in iPods, Mietsgaragen, Kleiderschränken, Fahrgeschäften und Grundschulklassenzimmern auf uns wartet.

Anschnallen und Bügel schließen, das wird ein rasanter Ritt!

Nächster Termin: 30. April 2021, Asperg, Glasperlenspiel

https://www.glasperlenspiel.de/programm

Weitere Informationen zum furiosen Chansonvirtuosen Sebastian Krämer finden Sie unter:
https://sebastiankraemer.de

Referenzen / Bühnen

Asperg, Glasperlenspiel / Basel, Art Basel / Berlin, Volksbühne, Literaturwerkstatt, Neue Nationalgalerie, Brandenburgische Wissenschaftsakademie, Paul Löbe Haus, Zebrano-Theater / Bern, La Cappella, Cafe Kairo / Bremen, Naturkundemuseum / Darmstadt, Centralstation / Dresden, Moritzbastei / Esslingen am Neckar, Stadtbibliothek, Landesbühne, Essen, Stadtbibliothek Frankfurt, Schauspielhaus / Freiburg im Breisgau, Vorderhaus Göttingen, Literaturhaus / Hallein, Kultursommer / Hamburg, Elbphilharmonie, Literaturhaus, Tonali-Saal, Kulturkirche Altona, Polittbüro / Heidelberg, Neue Aula, / Heilbronn, K3, Theater Sontheim / Jena, Schillerhaus / KandernRiedlingen, Theater im Hof / Karlsruhe, Bücherschau, Orgelfabrik / Kassel, Kunsttempel / Köln, lit.cologne, Philharmonie (coronabedingt abgesagt), Kulturhaus Stollwerck / Kirchheim unter Teck, Club Bastion / Leipzig, Buchmesse, Stadtbibliothek / Ljubljana, Goethe-Institut / London, Goethe-Institut / Lörrach, Literaturfestival / Lüneburg, Literaturbüro / Ludwigsburg, Schlossfestspiele, Pädagog. Hochschule / Luzern, KKL (coronabedingt abgesagt), Loge, Theater La Fourmi / Mainz, Unterhaus / Mannheim, Alte Feuerwache / Marbach am Neckar, LiMo, Schiller-Nationalmuseum, München, Literaturhaus, Münchner Opernfestspiele, Paris, Centre Pompidou / Peking, Buchmesse / Potsdam, Nikolaisaal (2021) / Reutlingen, Stadtbibliothek / Rio de Janeiro, Universität, Goethe-Institut / Rom, Termini open air / Rottenburg, Stadtbibliothek / Rottweil, Zimmertheater Salzburg, Literaturhaus / São Paulo, Goethe-Institut / Solothurn, Literaturtage / Speyer, Speyer lit. / St. Gallen, Wortlaut Literaturfestival / Stuttgart, Theaterhaus, Literaturhaus, Neue Staatsgalerie, Liederhalle, Stuttgarter Stimmtage / Thun, Cafe Mocca / Tübingen, Hölderlinturm, Zimmertheater, Stadtbibliothek, Landestheater, Universität / Ulm, Schauspielhaus, Roxy / Wien, Buchmesse / Zagreb Poesie Festival / Zürich, Schauspielhaus, Miller’s Studio, Cabaret Voltaire, Rote Fabrik, Theater am Hechtplatz / Zug, Abraxas-Festival.

Engagement

Schultourneen für den Friedrich-Bödecker-Kreis Baden-Württemberg seit 2001 / Bibliothekstourneen für die Büchereizentrale Schleswig-Holstein / Tourneen für „lesezeichen e.V.„, Jena / Sprecher der AG Spoken Word im Netzwerk Lyrik e.V., 2021/22, gemeinsam mit Josefine Berkholz / Fortbildungsprogramm Wort und Spiel, Rhapsodisches Schreiben für Lehrkräfte im Fach Deutsch am Literaturpädagogischen Zentrum des Literaturhauses Stuttgart seit 2013, zusammen mit Ulrike Wörner, José F.A. Oliver / Carolin Callies, Thomas Richardt, Yves Noir, Tilman Rau, Prof. Ulf Abraham, Daniela Matz, geleitet von Erwin Krottenthaler. Vorstandsmitglied im Netzwerk Lyrik e.V. seit 2023: https://www.netzwerk-lyrik.org

Lebenslauf

Wortkünstler – Sprachspielmacher, Slampoet, Autor, Dozent, Konzertpoet

Direkt auf YouTube anschauen: https://youtu.be/EwAxfsuZsd8

geboren in Stuttgart, aufgewachsen in Kirchheim unter Teck, Theologiestudium in Tübingen, Schauspielausbildung bei Frieder Nögge, seit 1994 verheiratet mit der Journalistin Angelika Brunke, zwei Söhne.

1993 Debut und Erstes Bühnenprogramm

1998 Erstes Sprachvermittlungsprogramm „Texte hexen“

1999 Gründung des Stuttgarter Poetry Slams (MC und SlamMaster bis 2009)

seit 2001 Dozent am Literaturhaus Stuttgart für Rhapsodisches Schreiben, Wort und Spiel

2004 Ausrichter der Dt.sprachigen Slam-Meisterschaften und der ersten bundesweiten U20-Poetry Slam Meisterschaften

Das Zarteste von dieser Welt, Clip von 2002

2006-08 Partner von Bas Böttcher in der Textbox. Spoken Word-Tour: Frankfurt, Paris, Madrid, Peking, Bangkok, Abu Dhabi, Berlin, München

2006 Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik u. Darstellende Kunst Stuttgart, Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik / Bühnenprogramm „Vom Verstand in den Mund“

2006-2012 Leiter des Vermittlungsprojekts „Wort und Spiele“ an der Friedensschule Stuttgart-West, ausgezeichnet von der Robert Bosch-Stiftung

2007 „kommunikazumutung – verzweit“, Komposition für 2 Sprecherinnen

2009 Buch und Tournee: „Warum heißt das so?“ Klett Kinderbuch / „Kehle – Seele – D’u“, Programm und Auftritt mit Jaap Blonk

2010/11 Verskolumnist der Stuttgarter Zeitung

2012/13 Leitungsfunktion an der Akademie für gesprochenes Wort, Stuttgart

seit 2013 Dozent für Wort und Spiel im Unterricht am Literaturpädagogischen Zentrum des Literaturhauses Stuttgart

2014 Buch und Tournee: „Zehn Minuten Dings“ Klett Kinderbuch

2015 Publikation „Wort und Spiel im Unterricht“ Verlag Klett-Kallmeyer, Publikation „Orpheus downtown“ in der edition spoken scripts, Verlag Der gesunde Menschenversand, Luzern

2016 „Momentmonumente“ – Transskription der Kinderszenen op. 15 von Robert Schumann für Tonali, Hamburg / Bühnenprogramm „Weiter, schneller…Huch!“

2018 „BachPoetry“ – Transskription ausgewählter Sätze der Bach’schen Cello-Suiten, Uraufführung in Hamburg

2019 „Hombre!“ PoetryKonzert, Produktion mit dem Stuttgarter Kammerorchester

2020 Buch „Für Mund und Ohr“ – Vom rhapsodischen Sprechen, Verlag Klett-Kallmeyer / Poetry-Beiträge für SWR 2 Treffpunkt Klassik

2021 Beenigma, Uraufführung: Gemeinschaftswerk mit Werken von Peter Ruzicka, Manfred Trojahn, Eivind Buene, Judit Varga, José Sanchez-Verdú für Tonali HH

Sprechaufnahmen für die neue Dauerausstellung im Hölderlinturm Tübingen

Spoken Moments Poetry, Partizipationsprojekt mit Hanni Liang für die Ludwigsburger Schlossfestspiele

Die Chronik wird fortgesetzt.

Peter und der Wolf – Timo und Theodor Brunke und die Stuttgarter Philharmoniker

Leitung: Dan Ettinger

Peter und der Wolf

Im Jahr 1936, gerade nach langer Zeit im Exil in die Sowjetunion
zurückgekehrt, erhielt Sergej Prokofjew von der Leiterin des Moskauer
Zentralen Kindertheaters den Auftrag, ein Stück zu komponieren, das

Kinder mit den Instrumenten des Sinfonieorchesters vertraut machen sollte.

So entstand „Peter und der Wolf“, das klassische und für viele unerreichte
Vorbild aller Kinderkonzertkompositionen mit Orchester.

Mein Sohn Theodor und ich erzählen dem Publikum – und uns selbst die
Geschichte vom mutigen Peter, der gemeinsam mit seinen

Freunden den gefährlichen Wolf besiegt – nah am Original und mit Pfiff!

Termine: 25., 26., 27. und 28. November 2021, Stuttgart, Gustav Siegle-Haus

Partnerinnen und Partner auf der Bühne

Ich schätze mich glücklich über die künstlerische Begegnung mit:

Nina Behrends, Josefine Berkholz, Alfred Biolek, Adam Boeker, Bas Böttcher, Alexej Boris, Joel Blido, Jaap Blonk, Elisabeth Borchers, Toba Borke, Aurelius Braun, Elisabeth Brauß, Bryan Cheng, Amanda Chominski, Nina Cromm, Ulrike Draesner, Ralph Dudli, John v. Düffel, Dan Ettinger, Anna O. A. Farias, Tim Fischer, Matthias Foremny, Sebastian Fritsch, Sol Gabetta, Robert Gernhardt, Daniel Golod, Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Thomas Gottschalk, Elias Grandy, Nina Gurol, Jürg Halter, Jonathan, David, Lukas und Fabian Hanke, Annabel Hauk, Klaus Hemmerle, Eckart v. Hirschhausen, Till Hoffmann, Wolf Hogekamp, Franziska Holzheimer, Dirk Hülstrunk, Michal Hvorecky, Tae-Min Hyun, Garrett Keast, Friederike Kienle, Boris Kischkat, Anastasia Kobekina, Uta Köbernick, Jaromir Konecny, Johannes Klumpp, Samuel Kramer, Sebastian Krämer, Andreas Krennerich, Shinyoung Lee, Michael Lentz, Hanni Liang, Manuel Lipstein, Volker Lösch, Miedya Mahmod, Taylor Mali, Dalibor Markovich, Marina Martins, Oliwia Meiser, Heide Mende-Kurz, Gereon Müller, Herta Müller, Frieder Nögge, José F.A. Oliver, Albert Ostermaier, Oskar Pastior, Peter Perfido, Danielle de Picciotto, Christine Prayon, Vasily Petrenko, Karla Reimert, Thomas Richardt, Scott Roller, Dean Ruddock, Ead Anner Rückschloß, Tanasgol Sabbagh, Svenja Schmidt-Rüdt, Lars Ruppel, Harald Schmidt, Helge Schneider, Walter Sittler, Ivan Skanavi, Marc Smith, Viktor Soos, Christof Stählin, Barbara Stoll, Ulrike Stortz, Temye Tesfu, Andreas Thiel, Helge Thun, Olivia Trummer, Elke Twiesselmann, Jelizaweta Vasiljeva, Gabriel Vetter, Alexander Vorontsov, Bodo Wartke, Sarah Wegener, Kahchun Wong, Ken Yamamoto, Jun-Ho Gabriel Yeo, Udo Zepezauer.

Konzertpoesie – das Repertoire

H.I. Biber „Hombre – Menschenskind 1“
– zu Battalia à 10 für Streicher und B.c.

Georges Bizet O rebellischer Spatz der Liebe
– Transskription der Habanera aus Carmen

Edvard Grieg „Solveig Gynt“
– Rhapsodie zu Peer Gynt-Suiten 1 op.46 / 2 op. 55

Joseph Haydn „Nächstes Mal wird alles gut!“
– zu Cellokonzert op.101 Hob.VIIb2, 3. Satz Rondo

E.Humperdinck „Hänsel-und-Gretel-Rhapsodie“
– zu Hänsel und Gretel, Auszüge aus der Oper

Pietro Mascagni „Unsre Zeit ist jetzt!“
– zu Cavalleria rusticana, Intermezzo

Jules Massenet „Ich vermiss‘ dich, Sehnsucht“
– zu Méditation“ aus „Thaïs

W.A. Mozart „Vogel Starl“
– Bearb. Klav.konzert G-Dur, KV 453, 3. Satz

Sergej Prokofjew „Verona Report“
– zu Romeo und Julia-Suiten op. 64

Jean-Ph. Rameau „An den Stress“
– zu Zaïs, Ouvertüre

Aulis Sallinen „Hombre – Menschenskind 3“
– zu Nocturnal Dances of Don Juanquixotte
Chamber Music III

Max v. Schillings „Hexenlied“
– original und/oder in bearbeiteter Fassung

Richard Strauss Die fulminant-feine, groß-winzige Rosenkavaliersspieluhrendose, Erzählfassung für Salonorchester

Franz v. Suppé „Der Wutmotor“
– Ouvertüre zu Leichte Kavallerie

G.Ph. Telemann „Hombre – Menschenskind 2“
– zu Burlesque Suite de Quixotte TWV55 : G10

Giuseppe Verdi Macbethiade
– zu Macbeth, Ouvertüre

Richard Wagner „Die Kitesurferin“
– zu Tristan und Isolde, Vorspiel und Liebestod

„Dass ich erkenne!“ – Rezitation
– zu Faust-Ouvertüre d-moll WWV59

Kurt Weill „Riesenstandort“
– zu Sinfonie Nr. 1 (Berliner Sinfonie)

Für Ensembles

Georges Bizet „Monsterhummeln“
Arr. Bernard Salles
– zu Carmen-Fantasie für 4 Kontrabässe

L. Boccherini „Die Konfetti-Bande“
– zu Gitarrenquintett Nr. 4 D-Dur, 2.Satz G 448

F.M.-Bartholdy „Nur’n kurzes Intermezzo“
– zu Streichquartett Nr. 2, op.13, 3. Satz

Darius Milhaud „Überraschung!“
– zu Suite für Klarinette, Violine und Klavier op.157b, Satz 1 und 3

W.A. Mozart Don Giovanni-Rhapsodie
– zu Don Giovanni op. 527, Streichquartettfassung

Camille Saint-Saëns „Stellt euch vor…“
– Erzählungen zu „Der Karneval der Tiere“

Für Klavier

L.v.Beethoven „Tja“
– zu Elf Bagatellen op. 119

L. v. Beethoven „Groschissimo“
– zu „Die Wut üb. d. verl. Groschen“ op. 129

Johannes Brahms „Immer zu, immer zu“
– zu Intermezzo Nr. 2 e-moll op.119

Johannes Brahms „Balkon mit Aussicht“
– zu Intermezzo op. 117 Es-Dur

Sergej Rachmaninoff „Der Siebenmeilenmeilensteinstiefel“
– zu Prélude in g-moll, op. 23 Nr. 5

Maurice Ravel „Das Glas“
– zu Klavierkonzert G-Dur 2. Satz

Nino Rota „Das Sämchen“
– zu Klavierkonzert in C 1. Satz               

Erik Satie „Hallo, Hase bin schon da!“
– zu Gymnopédie Nr. 1

Erik Satie „Kniebel Grübel“
– zu Gnossienne no. 3

Dmitri Schostakowitsch „Drei Männer im Heim“
– zu Präludien aus op. 34 Nr. 6, 18, 13 u. 24

Franz Schubert „Der liebe Gott von youtube“
– zu Impromptu Ges-Dur, D899 Nr. 3

Robert Schumann „Momentane Monumente“
–Transskription Kinderszenen op. 15,

Für Violoncello

J.S. Bach BachPoetry
– 12 Transskriptionen von Sätzen aus Cello-Suiten BWV 1007-1012

Für Violine

Niccolò Paganini „Hoch zu Tal“
– Transskription Caprice op.1,9 E-Dur

Brunke feiert Hölderlin!

In der Auseinandersetzung mit Hölderlins Lyrik fanden Timo Brunke, Andreas Krennerich (Sax), Boris Kischkat (Gitarre) und Daniel Kartmann (Drums) eine neue Ausdrucksform und nennen sie „Spoken-Word-Jazz“. Dieser musikalisch-poetische Gesamtstil trägt die Metren, Rythmen und Lautklänge Hölderlins in einen fein austarierten Dialog hinein mit dem heutigen Empfinden für Länge und Kürze, Ernst und Erhabenheit, Hochgefühl und Ratlosigkeit. Die Hölderlin Spoken Word Band will mit ihrem sprachmusikalischen Start-up das Daseinsgefühl unserer Zeit mit dem substantiellen Ton eines noch unverbrauchten Klassikers sättigen.

Die Kernfrage Hölderlins – was ist der Mensch angesichts des übermächtigen Wandels der Geschichte? – drängt sie, Hölderlins Texte so intensiv, so existentiell und so nah wie möglich aufzuführen.

Mit heutigem musikalischem Spürsinn, geschult an klassischer Musik, Jazz und improvisierter Musik reagieren Boris Kischkat/(E-)Gitarre, Andreas Krennerich/Saxophone und Daniel Kartmann/ Percussion auf Brunkes slampoetische Vortragsweise. So klar, sinnlich und frisch wie möglich Hölderlin begegnen zu können – dafür steht die Hölderlin-Spoken-Word-Band!

Besetzung:

Timo Brunke, Wort – Andreas Krennerich, Saxophone – Boris Kischkat, E-Gitarre/akustische Gitarre – Daniel Kartmann, Schlagzeug und Perkussion.

https://hoelderlin-webdoku.mewi-projekte.de/#Hölderlin_-_eine_Webdoku

La Traviata – Liebe bis zum letzten Atemzug – Kooperation ensemble balance & Opéra Montmartre

Premiere am 26. Juni 2022, 16:30 Uhr, in der Berger Kirche, Stuttgart-Berg

Karten unter kontakt@balance-stuttgart.de

Musik: Giuseppe Verdi / Libretto: Francesco Piave / Spoken Word: Timo Brunke Künstlerisch-musikalische Leitung: Friederike Kienle

La Traviata gehört bis heute zu den fünf beliebtesten Opern des Kulturlebens. Da ist die tragische Geschichte der schwindsüchtigen Kurtisane Violetta, die sich auf dem Gipfel ihrer Popularität gegen ihren bisherigen Lebenswandel entscheidet, an der bürgerlichen Doppelmoral aber zu Grunde geht. Und da ist Giuseppe Verdis Musik, die diese traurige Historie durch ihre Tiefe, Leidenschaft und Zartheit in eine unvergängliche Fabel über die Liebe selbst verwandelt. 

Die Berger Kirche bietet dem ensemble balance einen symbolträchtigen Ort, fragt La Traviata doch im Kern nach dem Verhältnis zwischen himmlischer und sinnlicher Liebe. Unter der Predigtkanzel gerät die Handlung der Oper unweigerlich in ein anderes, in ein weiter aufgefächertes Licht.

Titelheldin Violetta opfert ihr frisch gefundenes Liebesglück, getriggert durch die bourgeoise Rhetorik ihres in Konventionen gefangenen Schwiegervaters. Nicht nur das ist Anlass für den Bühnenpoeten Timo Brunke mit rhapsodischen Einwürfen dazwischen zu sprechen.

Sein Wort zum Werk trägt dazu bei, dass diese Kammeropernfassung im sakralen Raum ohne Kulissen und Regietheater auskommt und an Intensität dennoch nichts zu wünschen übrig lässt.

Nicholas Mc Roberts, der musikalische. Leiter der Opéra Montmartre, hat für das ensemble balance eine kammermusikalische Fassung geschrieben. Zwei Geigen, Bratsche, Cello, Kontrabass, Klavier, Klarinette, Flöte, Fagott und Horn, ein betörender Sopran, ein famoser Tenor und energischer Bariton genügen, das Werk stimmig und authentisch aufzuführen.

Wir freuen uns, wenn Sie am 26. Juni mit dabei sind, wenn das ensemble balance unter der Leitung von Friederike Kienle dieses sehr besondere Opernerlebnis bietet!

Dauer der Vorstellung: ca. 70 Minuten. 

Es spielen: Violetta: Emmanuelle Chimento, Alfredo: Dustin Drosdziok, Germont: Shenghan Wang, Wort: Timo Brunke, Dirigentin: Friederike Kienle, Arrangements: Nicholas Mc Roberts, Künstl. Direkter Opéra Montmartre, Orchester: ensemble balance